Magnesiumchlorid
Der menschliche Körper stellt Magnesium nicht selber her. Er bezieht seinen Bedarf aus der täglichen Nahrung, die durch chemische Bodenbearbeitung und Überbewirtschaftung immer weniger über die notwendigen Mineralstoffe verfügt. Daher ist eine ausreichende Versorgung mit Magnesium allein über das Essen kaum noch möglich. Die Umstellung auf Bioprodukte kann ein erster Schritt für die Verbesserung bei Magnesiummangel sein, für die körperliche Harmonisierung wird aber auch das nicht ausreichend sein, da Biokost zwar chemisch unbehandelt bleibt, aber immer noch fehlbewirtschafteten Bodenstrukturen oder der Reinigung durch nicht energetisiertes Wasser ausgesetzt ist.
Wer Magnesiummangel ausgleichen möchte, trifft im Handel und im Internet auf viele Magnesiumpräparate, die sich durch ihre Zusammensetzungen unterscheiden. Magnesium reagiert als Metall chemisch mit Säuren und liegt deshalb immer als chemische Verbindung vor, die Magnesiumsalz genannt wird. Dabei entstehen die unterschiedlichen Magnesiumsalze aufgrund der Reaktionen mit verschiedenen Säuren, die für die unterschiedlichen Wirkungen der Salze verantwortlich sind.
Nahrungsergänzendes Magnesiumchlorid
Einer der weltweit reinsten und naturbelassensten Orte für die Gewinnung von Magnesiumchlorid ist das Zechstein- Meer. Es befindet sich in den Niederlanden und ist seit ca. 250 Millionen Jahren komplett ausgetrocknet. Hier wird Magnesiumchlorid in einer Tiefe zwischen 1600 – 2000m gefördert und anschließend in feste, handelsübliche Form gebracht.
Magnesiumchlorid findet seine Anwendung unter dem Namen E511 nicht nur im Nahrungsergänzungsbereich. Als Hexahydrat wird es bei der Herstellung von Sorel-Zement integriert, der eine fünffach höhere Druckbelastbarkeit als üblicher Zement besitzt. Diese Fähigkeit wird auch in der Umgebung von Industrieanlagen genutzt, deren Böden mit Magnesiumchlorid als Bindemittel angereichert werden. Außerdem profitiert der Kohlebergbau, indem Felsen mit Magnesiumchlorid zementiert werden können. Wird die Substanz mit Natriumchlorid und Calziumchlorid gemischt, entsteht ein Streumittel, das nicht nur den Schnee zum Schmelzen bringt, sondern auch großflächigen Einsatz bei gefrorenen Reithallenböden oder Reitplätzen findet. Der vereiste Untergrund wird dabei ohne Rückstände und mit mehrmonatiger Wirkung aufgetaut.
Heilende Wirkungen
- Schockzustände
- Asthmaanfälle
- Bindehautentzündungen
- Rheuma
- Allergien
- Krebstherapie
- Schlaflosigkeit
- Stress
- Depression
- Erschöpfungssymptome
- Muskelschmerzen
Innere Anwendung bei Magnesiummangel
Äußerliche Anwendung von Magnesiumchlorid
Für viele Menschen ist daher eine äußerliche Anwendung mit Magnesiumchlorid das Mittel der Wahl. Der Wirkstoff kann über die gesamte Haut in Form von Fuß- oder Vollbädern, Einreibungen oder Wickeln aufgenommen werden. Da der Weg über die Verdauung und Verstoffwechslung übergangen wird, kann das Magnesiumchlorid auf direktem und kürzestem Weg ans Ziel gelangen. Sollte bei einer äußerlichen Anwendung ein leichtes Brennen auftreten, ist das Magnesiumchlorid für mehrere Anwendungen stärker zu verdünnen, bis die normale Dosierung erreicht ist.
Fußbäder
Fußbäder mit Magnesiumchlorid führen zu einer starken Entspannung und ermöglichen dem Körper in kürzester Zeit eine hohe Magnesiumaufnahme. Das Fußbad sollte mit 30 Minuten Dauer vorzugsweise auf den Abend gelegt werden, weil diese Behandlung für einen tiefen Nachtschlaf sorgt. Für die Herstellung werden 5 Liter handwarmes Wasser (36 Grad) benötigt, in die 400 Gramm Magnesiumchlorid eingerührt werden.
Vollbäder
Durch die starke Verdünnung von Magnesiumchlorid ist eine Anwendung als Vollbad für sehr hautempfindsame Menschen ideal. Für ein Vollbad werden 800 Gramm Magnesiumchlorid benötigt, die bei einer Wassertemperatur von 36 Grad aufgelöst werden. Für 40 Liter Wasser entsteht so eine Lösung von 1 Prozent. Wird die doppelte Menge verwendet, entsteht eine 2-prozentige Lösung. Hautverträgliche ist das Vollbad mit einer Konzentration bis zu maximal 4 Prozent.
Weitere Anwendungsbereiche
- Einreiben betroffener Körperregionen:
Magnesiumchlorid kann ganz gezielt in Form von Öl auf Problemzonen aufgetragen werden. Dieses gibt es als fertige Magnesiumpräparate zu kaufen, wobei die eigene Herstellung wesentlich kostengünstiger ist. Dazu werden 3,0 bis 3,3 Gramm Magnesiumchlorid in 100 Milliliter Wasser aufgelöst. Die entstandene Flüssigkeit fühlt sich auf der Haut leicht ölig an, daher die Bezeichnung Magnesiumchloridöl.
Das zubereitete Öl kann nun direkt auf verspannte Muskeln, schmerzende Gelenke oder prophylaktisch bei sportlicher Belastung aufgetragen werden und damit den Magnesiumspiegel des Körpers erhöhen. - Deodorant:
Ein positiver Nebeneffekt bei der äußerlichen Anwendung von Magnesiumchlorid entsteht durch die Schweißminderung. Im Achselbereich angewendet entsteht durch das Öl weniger Körpergeruch, bei gleichzeitiger Versorgung mit Magnesium. - Wickel bei Krämpfen oder Arthritis:
Um das körperliche System im Gleichgewicht zu halten, wird bei einem Magnesiummangel die Entspannungsfähigkeit von Muskelzellen beeinträchtigt. Was sich in Form von Krämpfen, Steifheit und Schmerzen bemerkbar machen kann. In diesen Fällen können Wickel mit Magnesiumchlorid helfen, die über Nacht auf der schmerzenden Stelle verbleiben.
Therapie als individueller Prozess
Eine Magnesiumchloridtherapie sollte sich immer aus ineinandergreifenden Komponenten zusammensetzen. Daher sollte die Sole täglich eingenommen werden (z.B. hergestellt aus Magnesiumchlorid, das aus dem Toten Meer gewonnen wird). Magnesiumöl – z.B. Original Zechstein Magnesiumöl – kann täglich auf den Körper aufgetragen werden. Beide Maßnahmen können durch wöchentliche Voll- oder Fußbäder ( mit Zechstein Magnesiumflakes oder Magnesiumchloridpulver aus dem Toten Meer) in ihrer Wirkung unterstützt werden. Auf diese Weise können Mangelerscheinungen ausgeglichen werden, sodass der Körper die Chance zur Regeneration erhält.